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Wir sind die Zurückziehungs- und Begegnungsstelle aller Diamantweg-Zentren der Schweiz und bieten Praktizierenden unserer Linie sowie Interessierten ein Angebot an Vorträgen/Kursen, Meditations-Wochenenden und Retreatmöglichkeiten. Unser Zentrum wird vollständig ehrenamtlich betrieben. Es ist ein Angebot «von Freunden für Freunde», um die zeitlosen Mittel des Diamantweg-Buddhismus kennenzulernen und vertiefen zu können.

Einrichtung

Das Retreatzentrum Amden verfügt über 30 Retreatzimmer mit meist eigenem Bad und Balkon, zwei Mehrbettzimmer direkt bei der Stupa, zwei Waldretreathaus-Zimmer und einen grossen sowie einen kleineren Meditationsraum mit Sicht auf Berge und See. Es gibt einen wunderschönen Stupaplatz und eine grosse Terrasse zum Verweilen in der Sonne. Shop, Sauna, Pool, Spielzimmer, Spielplatz sowie Meditationsplätze in der Natur ergänzen die Möglichkeiten perfekt.

Die Bushaltestelle «Bellevue» befindet sich direkt unterhalb des Hauses (Fussweg 200 m bergauf).

Dein Aufenthalt bei uns

Für deinen Aufenthalt bei uns gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Bitte lies dir die folgenden Punkte genau durch, damit du gut vorbereitet bist. (klick bitte auf «mehr lesen»)

  • Eine frühzeitig Anmeldung über unsere Homepage hilft uns in der Planung der Zimmer und der Küche.
  • Bitte bringe nach Möglichkeit Bettwäsche und Frotteewäsche mit (bzw. zwingend einen Schlafsack für das Domitory). Das entlastet uns.
  • Willst du mal eine Mahlzeit auslassen? Das kannst du unter Bemerkungen bereits bei der Anmeldung mitteilen, oder dich vor Ort bis am Vorabend entscheiden. Trage dich dann bitte frühzeitig auf dem entsprechenden Formular bei der Anmeldung aus oder sprich das Tagesteam (Duty) an.
  • Wenn bei deiner Ankunft gerade niemand sichtbar ist, gibt es im Esssaal schon mal Wasser, Tee oder Kaffee. Mach es dir gerne gemütlich.
  • Beim Eingang im Esssaal findest du das Anmelde-Formular, bitte jedes Mal gleich ausfüllen (wir sind verpflichtet, diese Daten zu erfassen).
  • Im Sinne von «alle helfen mit»: Nutze bitte die Jobliste ebenfalls bei der Anmeldung und trage dich täglich für mindestens einen Job ein.
  • Vor deiner Abreise reinige bitte dein Zimmer inkl. Bad und WC so gründlich, dass der nächste Besuchende einziehen kann (Anleitung im Zimmer). Bringe gebrauchte Bett- & Frotteewäsche in die Waschküche, entsorge den Abfall, schliesse die Fenster und lösche das Licht.
  • In der kalten Jahreszeit bitte nur stosslüften, die Fenster nicht über längere Zeit auf Kipp geöffnet lassen (Thermostat-Heizung)! Die Heizung nie auf 0 stellen, sondern auf «2» belassen.
  • Bitte bei allfälligen Krankheitssymptomen zuhause bleiben und uns per Email informieren.

Und hier noch unsere Hausordnung

Rauchen / Alkohol / Haustiere

Unser ganzes Haus und das umliegende Gelände sind rauchfrei. Es gibt einen festen Raucherplatz beim Parkplatz. Ebenfalls ist unser Haus alkoholfrei.

Haustiere dürfen gerne zu Hause bleiben.

Lautstärke

Wir versuchen im Retreatzentrum und v.a. im Haupthaus eine ruhige Retreat-Atmosphäre aufrecht zu erhalten und vermeiden daher übermässige Lautstärke und Musik. Kinder sind herzlich willkommen (ausser an 8. Karmapa-Retreats). Die Betreuung der Kinder sollte jedoch jederzeit sichergestellt sein. Der Swimming-Pool bleibt im Sommer am Wochenende während der Meditations- oder Vortragszeiten geschlossen.

Verpflegung

Wir sorgen in der Regel für drei Mahlzeiten pro Tag – auch hier kochen Freunde ehrenamtlich für euch. Wir bieten auf Wunsch vegetarische, aber keine vegane Kost an und können nur sehr beschränkt auf Unverträglichkeiten eingehen. Bitte bringe daher entsprechend etwas Reserven für dich mit. Es gibt keine Möglichkeit zum Selberkochen (ausser im Waldretreathaus). Du kannst den Kühlschrank für Besucher nutzen.

Wenn du mal nicht zum Essen da bist, melde dich bitte frühzeitig ab. Das Küchenteam dankt (und du musst das verpasste Essen nicht bezahlen ;-).

Das Team und Du

Das buddhistische Retreatzentrum Amden wird vollumfänglich auf ehrenamtlicher Basis betrieben. Die Bewohner, die Schweizer Sangha und die Besucher teilen sich die Arbeit, um diese Stelle zu halten.

Wir bitten unsere Besucher, täglich im Betrieb 1-2 Stunden mitzuhelfen. Dazu gehört auch, bei der Abreise eigenverantwortlich ihr Zimmer zu reinigen. Auf dieser Basis können wir die Preise niedrig halten.

Mehr Informationen dazu wie du uns regelmässig oder langfristig unterstützen kannst findest du unter Mithelfen und Fördern

Die Erleuchtungs-Stupa

Sehr beliebt und bei schönem Wetter immer möglich: Meditieren an unserer Erleuchtungs-Stupa. Diese Stupa hat eine inspirierende Geschichte: 2001 bauten wir Schweizer sieben Stupas mit Lopön Tsetschu Rinpoche, der sie alle in Zürich einweihte.

Jedes Zentrum der Schweiz sollte eine Stupa erhalten – die Erleuchtungsstupa war für Luzern bestimmt. Als Rinpoche davon hörte, war er damit nicht einverstanden: «Die Erleuchtungsstupa soll an eurer Retreatstelle stehen!» Wir waren etwas konsterniert, weder hatten wir eine Retreatstelle, noch die Absicht eine zu erwerben. Rinpoche ging auf unsere Einwände nicht ein und beharrte darauf. So erhielten die Luzerner die Stupa von Buddhas Herabsteigen aus Tushita. Die Erleuchtungsstupa harrte im Stupahof des Zürcher Zentrums noch 3 Jahre aus, bis wir unser Retreatzentrum in Amden gefunden hatten.

Was ist eine Stupa?

Eine Stupa (tib: Tschörten) ist ein Symbol für die Freiheit und das Potential des Geistes. Nach der über 2’500 Jahre alten buddhistischen Tradition erinnert eine Stupa an die Möglichkeit, Buddhaschaft zu verwirklichen.

Dies ist ein Geisteszustand, der jedem innewohnt und ihn befähigt, furchtlos im gegenwärtigen Moment zu ruhen und gleichzeitig weise, freud- und liebevoll das Leben zum Besten aller Wesen zu nutzen.

Seine geometrischen Formen, seine reiche Füllung, sowie die von einem realisierten Lehrer vollzogene ritualisierte Einweihung verleihen dem Stupa einen komplexen, vielschichtigen Symbolgehalt. So wirkt er auf uns befriedend, bereichernd, inspirierend und kraftvoll schützend.

Den Platz, an dem ein Stupa steht, kann man einfach nur geniessen, man kann meditieren oder den Stupa nach alter Tradition im Uhrzeigersinn umrunden. Es heisst, dass auch Wünsche für Glück und Gesundheit aller Lebewesen und uns selbst in der Gegenwart eines Stupas besonders kraftvoll wirken.

Welche religiöse Überzeugung der Einzelne auch hat: Stupas bieten die Möglichkeit für Entwicklung zum Nutzen aller.

Unsere Gompas

Wir verfügen über zwei «Gompas» (Meditationsräume) für die gemeinsame oder individuelle Meditation. Es gibt auch die Möglichkeit, bei der Stupa oder an unseren Meditationsplätzen im Wald zu meditieren. In der grossen Gompa finden am Wochenende die Vorträge und Kurse statt.

 

Matten und Kissen sind in der Gompa sowie bei der Stupa für den Aussenbereich vorhanden.

 

Dharma-Shop

Unser Dharma-Shop hält eine Vielzahl wertvoller Produkte bereit, die dich in deiner Praxis unterstützen können. Diese kannst du während deines Aufenthalts erwerben. Es gibt regelmässige Öffnungszeiten an den Wochenende. Unter der Woche öffnen wir gerne bei Bedarf.

  • Bücher und Bilder
  • Meditationskissen
  • Malas
  • Meditationsanleitungen
  • Statuen
  • Thangkas
  • T-Shirts
  • u.v.m.

Wir sind ein reiner Vor-Ort-Shop ohne Online-Version. Wenn du jemanden eine Freude machen willst, kannst du aber Gutscheine online bestellen, die auch im Shop gelten.

Kinder willkommen

Das Retreatzentrum ist für Kinder gut geeignet. Die Eltern haften für ihre Kinder und sind dafür verantwortlich, dass ihre Kinder die Hausregeln einhalten. Ein kleiner Spielplatz, ein Spiel- und Kletterzimmer, einzelne Babystühle & -betten sind vorhanden, sowie im Wald Schaukeln und eine Slack-Line.

Bitte beachtet das Eltern-Infoblatt und unsere Kinder-Hausregeln (z. B. Benützung der Lifte alleine verboten, Nutzung des Pools nur in Begleitung Erwachsener und nicht während Vorträgen und Praxiszeiten).

Geschichte des Retreatzentrums Amden

Im Oktober 2003 kauften wir von der Karma Kagyü Stiftung das ehemalige Kurhotel Bellevue in Amden, ein inspirierender Ort, welcher alle unsere Wünsche und Anforderungen für ein Retreat- & Kurszentrum vollumfänglich erfüllte.
Es schien, dass sich Tsetschu Rinpoches Wünsche nach einer grossen Meditationsstelle für die Schweiz manifestiert hatten:
2001 bauten wir Schweizer 7 Stupas mit Lopön Tsetschu Rinpoche, der sie alle in Zürich einweihte. Jedes Zentrum der Schweiz sollte eine davon erhalten – die Erleuchtungsstupa war für Luzern bestimmt. Als Rinpoche davon hörte, war er damit nicht einverstanden: «Die Erleuchtungsstupa soll an eurer Retreatstelle stehen!» Wir waren etwas konsterniert, weder hatten wir eine Retreatstelle, noch die Absicht eine zu erwerben, und ausserdem hatten die Luzerner die Erleuchtungsstupa finanziert. Rinpoche ging auf unsere Einwände nicht ein und beharrte darauf. So erhielten die Luzerner die Stupa von Buddhas Herabsteigen aus Tushita, und die Erleuchtungsstupa harrte ihrer Bestimmung im Stupahof des Zürcher Zentrums.
Ein halbes Jahr später entstand dann anlässlich eines Schweizer-Mandala-Treffens auf dem Schwarzenberg der Wunsch nach einer eigenen Retreatstelle. Wir dachten dabei an ein Ferienhaus mit 6 bis 8 Zimmern, das wir mieten wollten. Wir baten Rinpoche am Pfingstkurs 2002 in Karma Gön um seinen Segen dafür. Er war mit dieser Idee jedoch nicht eiverstanden und bestand darauf, dass wir eine grosse Stelle kaufen. Einwände liess er erneut nicht gelten und beschrieb uns den Ort, welche Merkmale er aufweisen und wie er aussehen sollte.
Leider erlebte Rinpoche das Auffinden dieses wunderschönen Platzes in Amden nicht mehr. Nur wenige Wochen nach seinem Tod an Pfingsten 2003 erhielten wir auf ein Suchinserat ein mysteriöses absenderloses Email mit der simplen Botschaft: «Der ideale Meditationsplatz: das Bellevue in Amden“ mit einem Link. Ende Juli besichtigten wir das Bellevue zum ersten Mal – der Ort sah genau so aus , wie Rinpoche ihn beschrieben hatte! Wir waren überzeugt, dass sein Segen uns beim Finden der Retreatstelle geleitet hatte. Als wir Lama Ole direkt vom Besichtigungstermin anriefen und begeistert von der Stelle erzählten – «das ist sie!» -, verkündete er am selben Tag vor über tausend Phowakursteilnehmern in Kassel: «Schweizer freut euch, ihr habt eine Retreatstelle!». Das war ein starkes Stück «dynamischer Wahrheit», wir waren zutiefst beeindruckt und motiviert. Obwohl wir (bzw. unsere Karma Kagyü Stiftung) zu dem Zeitpunkt nur gerade 5000 Franken auf der hohen Kante hatten, zogen wir drei Monate später als frohe Besitzer ins Bellevue ein und konnten kaum fassen, wie uns geschah. Wir hatten in der kurzen Zeit das Geld für den Kauf mit vielen Kleindarlehen (verzinst mit Übernachtungs-Gutscheinen) und weiteren Finanzierungsideen zusammengekriegt. Es war einfach unglaublich viel Segen dahinter: von Lopön Tsechu Rinpoche, von Lama Ole – und von der Erleuchtungsstupa.
Karma Dechen Öser Ling – «Stelle der Lichtstrahlen Höchster Freude», diesen Segensnamen hatte Lama Ole der Stelle gegeben. Lama Ole und Hannah verbrachten gleich zu Beginn ein längeres Buchretreat (und Erholungszeit nach seinem Unfall) im Bellevue und waren von der Stelle begeistert. Jigme Rinpoche hatte das Bellevue aufgrund seiner Lage und Bauweise als ideale Retreatstelle bezeichnet.
Beim Kauf konnten Mobiliar, Kücheneinrichtung und vieles Nützliche übernommen werden, so dass wir das Bellevue schon direkt nach dem Kauf als buddhistisches Retreat- und Kurszentrum betreiben konnten. Die Zentrums-Bewohner sind nach und nach eingezogen. Der Betrieb, die Durchführung von Kursen und Gruppenretreats sowie die anstehenden Renovierungsarbeiten wurden über die Jahre durch tatkräftige Mithilfe der ganzen Schweizer Sangha und der benachbarten süddeutschen und österreichischen Freunde unterstützt und getragen.

Karma Kagyü Stiftung

Das Retreatzentrum Amden ist im Besitz der Karma Kagyü Stiftung.

Die Karma Kagyü Stiftung mit Sitz in Amden SG ist eine selbständige und gemeinnützige schweizweit tätige Stiftung i.S. der Art. 80 ff. ZGB. Sie besteht seit 1990.

Sie fördert die Aktivitäten der Karma Kagyü Linie des Tibetischen Buddhismus in den Bereichen Meditationspraxis, Wissenschaft, Forschung sowie der allgemeinen Bildung, Kunst und Kultur, auf der Grundlage der Buddhistischen Lehre.

Adresse: Karma Kagyü Stiftung, Bellevue, CH-8873 Amden

Karma Kagyü ist eine der vier Hauptlinien im Tibetischen Buddhismus. Einer ihrer Unterzweige, Drukpa Kagyü, ist die «Staatskirche» in Buthan. Neben zahlreichen Klöstern, buddh. Universitäten in Tibet und den anderen Himalayaländern, gehören weltweit über 700 Zentren – vorwiegend des Diamantwegs – zur Karma Kagyü Linie. Oberhaupt ist der 17. Gyalwa Karmapa Thaye Dorje. Die Schweizer Diamantweg-Zentren laden vorwiegend westliche MeditationslehrerInnen sowie ausgewählte tibetische Lamas ein.